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Holzwurm bekämpfen

Holzwurm – im Fachwerk oder Dachstuhl

Im Fachwerk, Dachstuhl und anderen Holzkonstruktionen fühlen sich nicht selten holzzerstörende Schädlinge wohl. Ein Holzschutz gegen holzschädigende Insekten ist daher wichtige Voraussetzung für die Langlebigkeit unserer Immobilien. Besonders häufige Mitbewohner sind der Hausbock und der Gemeine Nagekäfer, im Volksmund Holzwurm genannt. Diese Holzschädlinge nisten sich in eingebautem, trockenem Holz ein und ernähren sich von dessen Bestandteilen. Dabei sieht das Holz auf der Oberfläche häufig gar nicht geschädigt aus. Erst die Überprüfung durch Schläge mit einem Beil zeigt an, ob und wie weit Holzschädlinge das Holz bereits zersetzt haben und ob Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung erforderlich sind. Mögliche Indizien für einen Schädlingsbefall in einer Holzkonstruktion bilden helle, frische Bohrmehlhäufchen (Nagsel) sowie Fluglöcher. Damit ein Befall erkannt und durch einen Holzschutz bekämpft wird, sollten Immobilienbesitzer frühzeitig handeln.

Gemeine Nagekäfer - Hausbock - Holzwurm?

Hausbock, gemeiner Nagekäfer (Holzwurm) und Holz zerstörende Ameisen setzen dem Holz gehörig zu.
Wenn diese tierischen Holzschädlinge Schäden im Fachwerk, Dachstuhl, Möbeln oder Parkett  angerichtet haben, sind bekämpfende Holzschutzmaßnahmen dringend erforderlich. Nur so kann eine weitere Zerstörung und damit eine Wertminderung Ihrer Immobilie verhindert werden.

Gescheckter oder Bunter Nagekäfer (Xestobium rufovillosum)

Der Gescheckte oder Bunte Nagekäfer ist dunkelbraun und fällt durch die rötlich-gelben Haarflecken auf. Er ist 5 – 9 mm lang und seine Fühler sind schwach gesägt. Die Larve, häufig als „Holzwurm“ bezeichnet, wird bis zu 10 mm lang und hat eine goldgelbe Behaarung. dieser „Holzwurm“ liebt Eichenholz  und tritt häufig in Verbindung oder nach einem Pilzbefall auf.

Hausbock (Hyiotrupes Bajulus)

Der Hausbock ist ein schwarzer bis schwarzbrauner Käfer von 8-25 mm Länge. Auf den Flügeldecken des Hausbock erkennt man ein bis zwei unterbrochene Querbinden aus weißen Härchen. Das behaarte Halsschild zeigt tropfenförmige, glänzende schwarze Schwielen. Der „Holzwurm“, die Larve des Hausbock, ist 15-30 mm lang, kaum behaart, gelblich weiß und deutlich segmentiert mit am Kopfende stärkeren Ringen. Die ovalen Fraßgänge und Ausfluglöcher dieses „Holzwurm“ haben eine Größe von 4x7 mm und sind vornehmlich im Splintholz von Nadelhölzern zu finden.

Splintholzkäfer, braun (Lyctus brunneus)

Der Splintholzkäfer ist ein rotbraun bis dunkelbraun gefärbter schlanker Käfer, der 2,5 bis 7 mm lang ist. Des zugehörige „Holzwurm“, die Larve, ist elfenbein-weiß und verfügt über ein Atemloch am letzten Hinterleibsegment, das in der Vergrößerung als gelblicher Fleck erkennbar ist und zur Unterscheidung dieser „Holzwürmer“ vom „Holzwurm“ der Anobien dient. Die Ausfluglöcher dieses „Holzwurm“ mit einem Durchmesser von 1,5 - 2 mm findet man nur in stärkereichen Laubhölzern wie z. B. Limba, Abachi, Esche und Eiche.

Holzwurm bekämpft der Sachkundige

Sind bei Holzwurmbefall die befallenen Bereiche ermittelt und steht fest, welche Holzschädlinge die Holzkonstruktionen befallen haben, können entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden. Befallenes Holz wird durch Freilegen der Fraßgänge und Abbeilen der von Larven zerfressenen Holzkonstruktionen vorbereitet. Nicht mehr tragfähige Balken sind nach DIN 68800 auszutauschen oder zu verstärken. Zugelassene Präparate für den bekämpfenden Holzschutz werden auf den Holzoberflächen aufgebracht. Dort wo es erforderlich ist, wird das Präparat im Niederdruckverfahren injiziert oder drucklos durch Fluten in die Balken eingebracht.

Weitere Informationen zur Bekämpfung des Hausbock finden Sie hier:

 

Holzwurm - Schadstellen im Bild

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Holzwurm - Referenzen zu Holzschutzmaßnahmen

 

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„Wer heißt schon "Holzwurm"?”
Larve im Kaminholz
Zitat
 

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